
Musiktheater Neu
Nach Jahrzehnten wechselhafter Entwicklungen, der Suche nach einem geeigneten Standort, zahlreichen Expertisen und einer nicht mehr zu überblickenden Zahl von Gerüchten, scheint der Neubau eines oberösterreichischen Musiktheaters in greifbare Nähe zu rücken. Die Eröffnung des neuen Hauses ist für 2005, spätestens aber 2006 geplant.
Derzeit müht sich die FPÖ noch ab, mit der erstmaligen Anwendung des 1994 im Bürgerrechtsgesetz verankerten Instruments der Volksbefragung eine Hürde aufzubauen. Dem Projekt fehlt aber der rechte Schwung, war es doch schon schwierig, die 40.000 Unterschriften für die Einleitung der Volksbefragung zusammen zu bekommen. Mit der Einleitung der Volksbefragung (die sich im Prozedere und den einzuhaltenden Fristen an die Abhaltung einer Wahl anlehnt) ist aber noch im heurigen Jahr zu rechnen.
Einem Landtagsbeschluß aus dem Jahre 1992 zufolge, darf der Neubau (exklusive der notwendigen Parkraumschaffung mittels Tiefgarage) nicht mehr kosten als 1,2 Milliarden (Preisbasis 1992). Ein Betrag, an dem sich die Stadt Linz mit 500 Millionen beteiligen wird. Die übrigen Geldmittel werden aus dem Anstaltenbudget des Landes finanziert. Ein Budgetansatz, der zu einem großen Teil mit Einnahmen aus Privatisierungserlösen gespeist wird. Über die Beteiligung des Bundes kann erst im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen und nach Vorliegen der genauen Kostenschätzung verhandelt werden.
Die Kosten für den laufenden Betrieb werden durch die Vergrößerung des Repertoires und eine notwendige Personalaufstockung um rund 24 Prozent ansteigen. Dieses Budget beläuft sich derzeit auf 294,373 Millionen, wobei vom Land 103,369 Millionen vom Bund 48,525 Millionen und von der Stadt Linz 102,802 Millionen getragen werden (der Rest wird eigenerwirtschaftet). Die Stadt erhält (in etwa) den selben Betrag zum Betrieb der LIVA vom Land Oberösterreich.
In einem Gespräch läßt der derzeitige Intendant Klügl aber durchblicken, dass eine neue Spielstätte auch ein ambitionierteres Programm bedeuten müsse. Ob das ein Wink für zu erwartende weitere Kosten sein kann, ist nicht ganz klar (siehe dazu auch "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich").
Die Hoffnung auf ein bedeutend ambitionierteres Programm kann der Linzer Komponist Peter Androsch, dessen neue Oper "Zeichen im Schnee" im Jänner 2001 im Landestheater uraufgeführt wird, nicht teilen. Auch im neuen Haus werde es hauptsächlich um die Bedienung eines konservativen Publikums gehen (siehe dazu auch das Interview).
Mit den oftmals sehr belustigenden Werbemaßnahmen für das Musiktheater setzt sich Katherine Allram in ihrem launigen Artikel Informationsphase II auseinander.
Der renomierte salzburger Musiktheatermacher Ches W. Themann-Ulrich beschäftigt sich in seinem Artikel mit vier wichtigen Fragen zum Spannungsverhältnis zwischen neuem Musiktheaterschaffen und den vorhandenen räumlichen Vorgaben.
"Es kommt immer darauf an, was man macht." | von Andi Wahl 28.08.2000
Der Komponist Peter Androsch zählt mittlerweile zu den
Aushängeschildern der oberösterreichischen Kulturpolitik.
Selbst Komponist einiger Opernwerke, steht Androsch den
Kunstformen die unter dem Begriff Musiktheater
zusammenegefasst werden sehr positiv gegenüber. Ein
musealer Betrieb ist aber auch nicht gerade das was er sich für
Linz wünscht..
informationsphase II | von Katherine Allram 24.04.2001
das land eröffnet "phase II der information" seiner werbestrategie rund um das theater im berg. so der lh bei der pressekonferenz anläßlich der "filmpräsentation" am 23. Mai. und während wir uns noch wundern, wann zur hölle wir phase I verschlafen haben, stecken wir schon drinnen im videoscreening, und warten auf den "wesentlichen teil, die animation nämlich". doch erst folgt mal ein sehr realer rundflug über unser "schönes land oö, das durch die jahrhunderte von kultur geprägt ist"..
| von Andi Wahl 18.08.2000
Der Komponist Peter Androsch zählt mittlerweile zu den Aushängeschildern des oberösterreichischen Kulturlebens. Als Komponist mehrerer Opernwerke steht der den Kunstformen, die mit dem Begriff Musiktheater zusammengefasst werden, sehr positiv gegenüber.
Das die Zeichen in Linz allerdings auf musialen Betrieb stehen, bedauert er..
| von Andi Wahl 24.04.2001
Der Komponist Peter Androsch zählt mittlerweile zu den Aushängeschildern der oberösterreichischen Kulturpolitik. Selbst Komponist einiger Opernwerke, steht Androsch den Kunstformes die unter dem Begriff Musiktheater zusammenegefasst werden sehr positiv gegenüber. Ein musialer Betrieb ist aber auch nicht gerade das was er sich für Linz wünscht..
| von Andi Wahl 18.08.2000
Der Komponist Peter Androsch zählt mittlerweile zu den Aushängeschildern der oberösterreichischen Kulturpolitik. Selbst Komponist einiger Opernwerke, steht Androsch den Kunstformes die unter dem Begriff Musiktheater zusammenegefasst werden sehr positiv gegenüber. Ein musialer Betrieb ist aber auch nicht gerade das was er sich für Linz wünscht..
Wer nicht für mich ist, ist gegen mich! | von Andi Wahl 18.08.2000
"Die Diskussion um den Bau eines Opernhauses für Linz reicht zurück bis auf 1911. Damals," so erzählt mir Dr. Ritschl, gemeinsam mit seiner Frau seit Jahrzehnten der Pulsschlag des Vereines ´Freunde des Linzer Musiktheaters`, "als Graz sein Opernhaus bekam, entwickelte sich auch in Linz eine lebhafte Diskussion um den Neubau eines Opernhauses." Frau und Herr Ritschl wissen manche amüsante Schnurre um die Diskussion zum Linzer Musiktheater zu berichten. Er, meist streng, um Klarheit bemüht und ein bisserl uneinsichtig, sie voll sprühender Leidenschaft. Und so erzählt mir Herr Ritschl auch eine interessante Begebenheit aus dem Jahre 1991. Dr. Pühringer war damals gerade Kulturlandesrat geworden, und der Verein teilte ihm die beabsichtigte Auflösung mit. Grund des Auflösungsvorhabens war, dass der Verein das Vorhaben eines Musiktheaterneubaues in unerreichbare Ferne gerückt sah. Damals hat Dr. Pühringer den "Freunden" Mut zugesprochen und sie aufgefordert, gemeinsam mit ihm weiterhin für einen Musiktheaterneubau zu arbeiten..
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