
Frauen sicher getroffen
Vor mittlerweile drei Monaten feierte die schwarz-blaue Bundesregierung ihr einjähriges Bestehen. Wir haben das zum Anlass genommen, unsere Broschüre „Frauen sicher getroffen" aktualisiert und erweitert, neu aufzulegen. Unser Anliegen gilt der Aufklärung über das Maßnahmenpaket dieser Regierung, die unter dem Deckmantel „Familienpolitik" ihr reaktionäres Frauenbild Realität werden lässt. Schritt für Schritt werden hart erkämpfte Rechte untergraben, eine bereits erreichte rechtliche und tatsächliche Gleichstellung zwischen den Geschlechtern wird herbeigelogen.
KINDER, KÜCHE, KIRCHE | von Eva Schobesberger 31.05.2001
Wurde unseren Großmüttern noch beigebracht die drei K-Faktoren, die eine Frau erst zu einer richtigen Frau machen, bestünden in Kinder, Küche, Kirche, so hat das für die moderne Frau freilich nur mehr teilweise Gültigkeit..
Gewalt gegen Frauen | von Elisabeth Greif 31.05.2001
Gewalt gegen Frauen, vor allem häusliche Gewalt gegen Frauen, passiert alltäglich. Es gibt keine gesellschaftlichen Schichten und Gruppen, keine Lebensbereiche, in denen Gewalt gegen Frauen nicht vorkommen würde..
"Die männerpolitische Grundsatzabteilung zur Koordination der Männerpolitik" | von Eva Schobesberger 30.05.2001
Diese Abteilung wurde von Frauenminister Haupt eingeführt, da es evident sei, dass sich bei der Gleichbehandlungskommission immer mehr Männer rühren würden und ihre Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz und andere Dinge ins Treffen führen würden. Tatsache ist, dass 1999 genau 145 Männer mit der Gleichbehandlungskommission in Kontakt traten. Diesen 145 „diskriminierten" Männern stehen 627 hilfesuchende Frauen gegenüber.
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Die „Au Pair – Verordnung" | von Eva Schobesberger 30.05.2001
Endlich ist es Familien in Österreich möglich eine billige Haushaltshilfe einzustellen, die im Idealfall weder Deutsch spricht, noch durch irgendeine Interessenvertretung geschützt ist.....
Die gemeinsame Obsorge | von Elisabeth Greif 30.05.2001
Mit 1.7.2001 tritt die gemeinsame Obsorge beider Elternteile für die Kinder nach der Scheidung in Kraft. Eine solche Regelung galt in Österreich bereits bis zur Familienrechtsreform 1978....
Keine Einschränkung der Fristenlösung! | von Eva Schobesberger 30.05.2001
Frauenminister Haupt fordert, dass bei einer Abtreibung verpflichtend einE zweiteR ÄrztIn beigezogen werden muss....
Der lange Kampf um die Fristenlösung | von Elisabeth Greif 30.05.2001
Der Umgang mit der Abtreibung in den verschiedenen historischen Epochen wirft ein bezeichnendes Licht auf das jeweilige Menschen- und Frauenbild dieser Zeit/Gesellschaft..
Das Kindergeld – Mehr „Wahlfreiheit" für Frauen? | von Lydia Thanner 30.05.2001
Rechtzeitig zum Endspurt des Wiener Wahlkampfes – einem Wahlkampf kreisend um Xenophobie und Parkpickerl – die Verkündung der Hiobsbotschaft: Unter dem Deckmantel „Mehr Wahlfreiheit für Frauen" und „Honorierung .....
Einschränkung der Mitversicherung | von Eva Schobesberger 30.05.2001
Geht es nach den Plänen der Regierung wird es die kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Ehefrauen demnächst nicht mehr möglich sein. Es sei denn die Frauen ziehen Kinder groß oder kümmern sich um pflegebedürftige Angehörige....
Studiengebühren – Auswirkungen auf Frauen | von Nicole Sonnleitner 30.05.2001
Die männlich zentrierte Lehre und Forschung an den Universitäten in Österreich beginnt sich erst in den 70er Jahren im Zuge der Hochschulreform und der Zweiten Frauenbewegung zu ändern....
Die Identitäten geraten ins Wanken | von Silvia Köchl 28.01.2001
"Vollbeschäftigung und 'Wohlfahrt für alle' war nie für alle da." Melina Klaus*) im
prairie-Gespräch zur schwarzblauen Frauenpolitik, männlichen Identitätsverlust sowie
Sozialpolitik und Geschlechterbeziehungen.
prairie: Die Diskussion um prekäre Arbeitsverhältnisse, zunehmende
Scheinselbsständigkeit, Ende der "Normalbiographien" hat durch die Sozial- und
Gesellschaftspolitik der schwarzblauen Koalition auch in Österreich enorm an Brisanz
gewonnen. Andererseits müssen Frauen schon seit langem mit brüchigen,
diskontinuierlichen Erwerbs- und Bildungsbiografien fertig werden. In welchen historischen
kapitalistischen und patriarchalischen Kontexten würdest Du diese Taktik verorten, die
Frauen je nach Bedarf am/vom Arbeits- und Bildungsmarkt ein- oder ausschließt?.
Bildungskarenz | von Bettina Leibetseder 26.01.2001
Um nach einer Kinderpause den Wiedereinstieg ins Berufsleben bzw. in die unterbrochene
Ausbildung abzufedern, war es bisher möglich nach der Karenzzeit ein Jahr Weiterbildung
einzuschieben. Dafür bezog man Weiterbildungsentgelt in der Höhe des Karenzgeldes.
Diese Regelung wird nun abgeschafft. Eine Maßnahme die vor allem - wer hätte das
gedacht - Frauen trifft..
Verschärfungen bei der Arbeitslosenversicherung | von Bettina Leibetseder 23.01.2001
Verschärfungen der Arbeitslosenversicherung betreffen vor allem BezieherInnen kleinerer
Einkommen und Teilzeitbeschäftigte. Werden diese arbeitslos, müssen sie oftmals mit
geringeren Leistungen als ihnen bisher zugestanden wären, rechnen..
Das Kinderbetreuungsgeld | von Eva Schobesberger 25.01.2001
Der von der Regierung als Familienfärderung verkaufte Kinderscheck entpuppt sich bei
näherer Betrachtung als Neuauflage eines Gesellschaftsbildes, das den Frauen die
Aufzucht der Kinder zuweist. Verschärft wird diese Ma§nahme noch durch die versteckte
Aufforderung der Bundesregierung an die Länder Kinderbetreuungseinrichtungen für bis zu
4jährige zurückzunehmen..
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