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Dossiers
effects of the street affects 07.08.2002
A U S S T E L L U N G / E X H I B I T I O N 06/09 - 12/10/2002
S.tarka presents:
juan cruz
martyn evans
maria moreira
nils norman
cian quayle
ort / location: fotoforum, adolf pichler platz 8, innsbruck, www.fotoforum.at.
Culture and the New Media Technologies 24.07.2002
Text -Sammlung zum Thema
Culture and the New Media Technologies
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FUSSBALL 17.07.2002
test.
<b>Besuchen Sie Italien</b> 28.03.2002
In Italien erobert die globalisierungskritische Bewegung die Gesellschaft. Mit einem speziellen Italien-Dossier will die prairie in den kommenden Tagen und Wochen nicht etwa einen Anreiz für einen schönen Sommerurlaub bieten, sondern auf die politischen (globalisierungskritischen) Noglo-Bewegungen aufmerksam machen, die sich in Italien zunehmend gesellschaftlich breiter entfalten.
Und dies tun wir wiederum nicht nur aus einer tiefen Solidarisierung heraus, sondern auch, um Anregungen hinsichtlich der eigenen Vorgehensweisen zu holen. Kaum ein Land in Europa verfügt über eine derart stabile und fixe außerparlamentarische bzw. autonome linke Infrastruktur wie Italien, und das, obwohl der Staat fortlaufend mit massiven Repressionen gegen sie vorging und vorgeht: von der autonomen Arbeiterbewegung, den Operaisten bis hin zu den Centri Sociali, aus welchen inzwischen die Forum Sociali hervorgegangen sind, die gleichsam gestreute Zentren für die italienischen Noglo-Bewegungen darstellen - es tut sich einiges in diesem Land, was zu beobachten sich lohnt. Denn schließlich beginnt der Satz „Un altro mondo è possibile“ in der Praxis der Movimenti seine utopische Dimension zu verlieren, um in der Wirklichkeit und Alltagspraxis umgesetzt zu werden.
Wieso und wie das geschieht, soll im Dossier auf zweierlei Weise verdeutlicht werden: Einerseits sind eine Reihe von längeren Beiträgen zusammengestellt worden, die den unterschiedlichen Gruppierungen und den sozialen wie politischen Prozessen ausführlich nachgehen. Dieser Teil ist als eine Art Einführung in die Struktur der „Movimenti“ konzipiert.
Andererseits soll dieser Grundstock regelmäßig durch kürzere oder längere Berichte und Beobachtungen aktualisiert werden.
Schließlich ist ein umfangreiches Diskussionsforum zu Antonio Negris/Michael Hardts eben in deutscher Sprache erschienene Buch „Empire“ geplant, an dem teilzunehmen, prairie-LeserInnen herzlich eingeladen seid.
Weitere geplante Beiträge:
+) Text zu den Verhältnissen in Italien (VS) / Dario Azzellini
+) Text zum Movimento (VS) / Dario Azzellini
+) Tuté bianché / Rosemarie Reitsamer
+) Tute bianche - Interview (VS) / Dario Azzellini
+) Negri-Übersetzung zu Genua / Toni Negri
+) Negri-Text aus malmoe / Toni Negri
+) Interview Casarini / Luca Casarini
+) Frauen und Noglo / Reds-Frauen- Forum
+) Zu Negri / Günther Hopfgartner
(Wird fortgesetzt) .
Die Multitude gegen das Imperium 13.12.2001
Da protestieren sie also immer noch - die AktivistInnen der "Bewegung von Seattle" - jene Netzwerke, die in den vergangenen zwei Jahren mit spektakulären Auftritten das gesamte neoliberale Establishment gegen sich aufbrachten. Ob vor kurzem in Brüssel, anlässlich des EU-Gipfels oder in Porto Alegre und München, überall präsentiert sich die Bewegung konzentriert in ihrer 'Vielheit' (multitude). Dabei schien nach dem 11. September doch alles irgendwie anders zu sein - wenn nicht gar 'Schluss mit lustig' oder mit demonstrieren. "Wir gegen den Terror" war angesagt und die AktivistInnen von Göteborg und Genua galten mindestens als unsichere Kantonisten, wo nicht gar als Terroristen. Was aber treiben diese Leute nach dem 11.September - das beschreiben Beispiele aus Brüssel, Berkeley und Berlin. Andererseits beschreibt ein Beitrag über Toni Negri bzw. dessen - gemeinsam mit Michael Hardt verfasstes - Buch "Empire" die heftig umstrittenen theoretischen Grundlagen der Bewegung. Negri/Hardt selbst kommen in einem netchat (aus nettime) zu Wort. Ebenso wie MedienmacherInnen aus dem ehemaligen Schurkenstaat Jugoslawien - die multitude in einer erwachenden Zivilgesellschaft? Vorläufige Thesen über den Charakter der Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung beschließen schließlich dieses Dossier - vorläufig..
Link_Kollektor 09.09.2001
Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor Link_Kollektor.
Die Internationale der Repression 01.08.2001
"Eine Polizei die 100.000e mit brutaler Gewalt überzieht - Ist dies nur ein 'Modell Italia'? Oder geht davon eine Botschaft aus, die sich an ganz Europa richtet?" (Michael Lieber) Eine Frage, die nach Genua die Netzwerke der "GlobalisierungskritikerInnen" beschäftigt.
Die Korrespondentin des unabhängigen US-Netzwerkes "Z-Net" legte ihre "Antwort" global an: "The Italian government used tactics learned from Quebec: the wall, the massive use of tear gas, and that the RCMP had observers in Genoa in preparation for next year's meeting in Calgary, means that police repression is also a global network. As we learn from each action, so do they."
Und tatsächlich waren etwa in Göteborg all die Methoden, die in Genua ihre brutale Wirkung entfalteten, bereits angewandt worden. Es scheint offensichtlich: Die immer brutaler werdende Repression gegen "GlobalisierungskritikerInnen" basiert auf einem Netzwerk aus informellen und offiziellen Polizei- und Behörden-Netzwerken..
Eine andere Welt ist möglich 29.06.2001
Wo auch immer die selbsternannten und tatsächlichen "WeltenlenkerInnen" in jüngster Zeit aufeinandertreffen, geht es weitgehend um ein Thema: Die Globalisierung.
Dass die spezifische Form von Globalisierung, die dabei auf der Tagesordnung steht, das Leben von Millionen Menschen berührt bzw. manchmal auch zerstört, dieser Einsicht verschaffen dann jeweils zehntausende DemonstrantInnen unter der Losung "Eine andere Welt ist möglich" Öffentlichkeit.
Was bedeutet aber Globalisierung bzw. neoliberale Globalisierung und wer treibt sie voran. Und wogegen protestiert(e) eigentlich wer in Seattle, Nizza, Prag, Göteborg, Salzburg, Genua usw.?
Gerhard Klas, Günther Hopfgartner und Bert Schweitzer beleuchten in vorliegendem Dossier die sogenannte neoliberale Globalisierung, ihre Agenturen und Institutionen wie auch ihre Gegner.
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Elfriede Jelinek 23.02.2001
Als wichtigste Stimme der aktuellen österreichischen Literatur gefeiert - vor allem im Ausland - und gleichzeitig heftig angefeindet - vor allem in Österreich -, ist Elfriede Jelinek immer für eine Kontroverse gut. Das betrifft sowohl ihre literarische Arbeit als auch ihr politisches Engagement. Auf diese Art hat sie eine prominente Position nicht nur in der österreichischen Literatur, sondern auch im Widerstand gegen die schwarzblaue Regierungskoalition inne. Zuletzt wurde dies deutlich, in der, hauptsächlich im Standard abgeführten, Kontroverse zwischen Karl-Markus Gauss, Elfriede Jelinek und anderen, um die Frage, ob österreichische Linksintellektuelle in der Auseinandersetzung mit der ÖVP/FPÖ-Regierung tatsächlich in Selbsthass verfallen, den historischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus unter ihrer Polemik gegen den österreichischen "Opfermythos" begraben, wie dies Gauss in einer persönlich/polemischen Rückschau auf das Jahr 2000 behauptet hatte.
Zu eben dieser Kontroverse befragte Walter Baier die Schriftstellerin, während sich Sabine Treude in einem Beitrag mit den jüngsten Veröffentlichungen Jelineks und in einem Überblicksartikel mit den Grundzügen ihres Werkes auseinandersetzt.
Ein umfangreiches Interview mit Elfriede Jelinek über ihre Art zu schreiben sowie die Autorin als öffentliche Person rundet dieses Dossier ab..
Widerstand am Land 31.01.2001
Ein Jahr Schwarzblau - ein Jahr Widerstand . Als erstes fallen uns immer die Donnerstagsdemos ein, die -
auch als ein Symbol für den Widerstand in (eben:) Wien - über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt
sind.
prairie findet, dass das so nicht stehen gelassen werden kann und so sind wir der Frage nachgegangen,
wo sich außerhalb der Hauptstadt im letzten Jahr widerständisches ereignet hat, welche Gruppen sich
formiert haben und wie´s in Zukunft weitergehen soll.
Die Ergebnisse sind in diesem Dossier zusammengefasst.
Widerstand findet statt, am Land auch, zum Glück.
In Scharnstein mobilisierten Jugendliche, teilweise in Gefahr laufend, von der Oma enterbt zu werden,
für einen "Checkpoint" im Rahmen der bundesweiten Protestaktion am Krampustag vorigen Jahres
(Wolfgang Lamsa).
Insgesamt beteiligten sich an der Blockadeaktion "Checkpoint Austria" ca. 7000 Menschen (davon etwa
2000 PolizistInnen), es gibt dazu eine Nachbetrachtung und die Vorschau auf die nächste Aktion
"Checkpoint Opera".
Wohin die "Zivilgesellschaft" geht, fragt sich Philip Hautmann anlässlich der widerständigen Ereignisse
in Linz.
Tina Leisch erzählt uns von Kärnten. Wie schön es da ist, können wir lesen und dass wir unseren letzten
Urlaub doch lieber dort verbringen hätten sollen (im Oktober), prüfte sie doch im Herbst die Angebote
verschiedener Veranstalter auf Herz und Nieren. In "Import/Export von Aufständen aller Art..." folgt
eine Aufbereitung der "Internationalen Widerstand stage".
Die "Kulturkarawane gegen Rechts" ereignete sich in Kärnten und der Steiermark - Gini Müller erzählt
von Stapozisten, Denkmälern und vielen guten Veranstaltungen.
Eine "Organisierte Karawane" war auch die ekh-tour 2000. Wir werden erfahren, wo überall sie die
Leute verschreckt hat.
In Salzburg war´s auch nicht still (Jasmina Jankovic), und Andrea Hummer vom "Festival der Regionen"
sucht KooperationspartnerInnen für ein Projekt zur Ausweitung des Protests und des Protestbegriffes.
Zum Schluss: ein Kommentar über die Perspektiven des österreichweiten Widerstand es von einer seiner
Gallionsfiguren, Kurt Wendt. .
Frauen sicher getroffen 20.01.2001
Vor mittlerweile drei Monaten feierte die schwarz-blaue Bundesregierung ihr einjähriges Bestehen. Wir haben das zum Anlass genommen, unsere Broschüre „Frauen sicher getroffen" aktualisiert und erweitert, neu aufzulegen. Unser Anliegen gilt der Aufklärung über das Maßnahmenpaket dieser Regierung, die unter dem Deckmantel „Familienpolitik" ihr reaktionäres Frauenbild Realität werden lässt. Schritt für Schritt werden hart erkämpfte Rechte untergraben, eine bereits erreichte rechtliche und tatsächliche Gleichstellung zwischen den Geschlechtern wird herbeigelogen.
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Glücksversprechen Internet 08.12.2000
An der Entwicklung der neuen Informationstechnologie (IT) zeigt sich derzeit sehr deutlich, dass bestehende Strukturen und Regulierungsmechanismen neuere Entwicklungen nicht mehr zu fassen vermögen.
Umwälzungen in gesellschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen Bereichen sind die unabdingbaren Folgen dieses Prozesses. Die Frage ist nur, nach welchen Kriterien und zu wessen Gunsten sich diese Umwälzungen vollziehen.
Bleibt Profitmaximierung die oberste Triebkraft wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umgestaltungen, oder werden Bewegungen entstehen die auf die Durchsetzung anderer Kriterien drängen?
Hito Steyerl setzt sich in ihrem Beitrag ("donotcometo.de") anhand der deutschen Green-Card-Debatte mit gesellschaftlichen Auswirkungen und veränderten Interessenslagen auseinander. In dieser Debatte entstanden neue, bisher nur schwer vorstellbare Koalitionen um die Anwerbung ausländischer IT-Fachkräfte: Plötzlich standen den Gewerkschaften konservative Politiker weitaus näher als Sozialdemokraten. Diese wiederum sahen sich auf einer Seite mit dem Großkapital.
Mit den wirtschaftlichen Aspekten der Informationstechnologie beschäftigt sich Tassilo Pellegrini in seinem Artikel "Grüße aus der Informationsökonomie“. Aber auch bei Pellegrini kann die Politik nicht unerwähnt bleiben, da der Einfluß neuer Ökonomiekonzepte auf sogenannte politische Vordenker evident ist.
Ausgehend vom wohl spektakulärsten Kartellverfahren der letzten Jahre, dem gegen Microsoft, befasst sich Christoph Ruhkamp mit den Grenzen eines auf Wettbewerb basierenden Wirtschaftssystems. Im Falle Microsoft führe sich "das System“ selbst ad absurdum, so eine seiner Kernthesen ("Nicht aufspalten, vergesellschaften!").
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Arbeit_Überleben 20.08.2000
Nicht erst seit der Angelobung der derzeitigen Regierung befindet sich das Sozialsystem Österreichs in einem grundlegenden Umbauprozess. Das Primat der Wirtschaft, sprich die kapitalistische Verwertungslogik hat sich allüberall durchgesetzt.
Mit dem neuen AMS-Programm INTEGRA wird nun eine nächste Stufe in diesem Umgestaltungsprozess eingeläutet: die Disziplinierung der Arbeitslosen.
Christine Stelzer-Orthofer beschäftigt sich in ihrem Beitrag (Workfare) mit der Frage, ob solche Konzepte im EUropäischen Raum die geeignete Form sein können, um Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Walter Hanesch, Professor für Sozialpolitik und Sozialverwaltung an der Fachhochschule Darmstadt formuliert zu diesem Themenbereich 10 Thesen, die er mit "From Welfare to Work" überschreibt.
Direkt mit dem Programm INTEGRA beschäftigt sich Gerald Oberansmayr in seinem Artikel (Auf dem Weg zur "ordentlichen Beschäftigungspolitik") und geht darin mit der Regierung trocken aber heftig ins Gericht.
Einen Bericht wie es einem ergehen kann (nicht muss, darauf legt die Redaktion wert) wenn man in finanzielle Abhängigkeit zum Arbeitsmarktservice gerät, schildert Karl Reitter aus Wien ("Wer nicht erlebt hat, was uns widerfährt, der wird es nicht glauben").
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Musiktheater Neu 18.08.2000
Nach Jahrzehnten wechselhafter Entwicklungen, der Suche nach einem geeigneten Standort, zahlreichen Expertisen und einer nicht mehr zu überblickenden Zahl von Gerüchten, scheint der Neubau eines oberösterreichischen Musiktheaters in greifbare Nähe zu rücken. Die Eröffnung des neuen Hauses ist für 2005, spätestens aber 2006 geplant.
Derzeit müht sich die FPÖ noch ab, mit der erstmaligen Anwendung des 1994 im Bürgerrechtsgesetz verankerten Instruments der Volksbefragung eine Hürde aufzubauen. Dem Projekt fehlt aber der rechte Schwung, war es doch schon schwierig, die 40.000 Unterschriften für die Einleitung der Volksbefragung zusammen zu bekommen. Mit der Einleitung der Volksbefragung (die sich im Prozedere und den einzuhaltenden Fristen an die Abhaltung einer Wahl anlehnt) ist aber noch im heurigen Jahr zu rechnen.
Einem Landtagsbeschluß aus dem Jahre 1992 zufolge, darf der Neubau (exklusive der notwendigen Parkraumschaffung mittels Tiefgarage) nicht mehr kosten als 1,2 Milliarden (Preisbasis 1992). Ein Betrag, an dem sich die Stadt Linz mit 500 Millionen beteiligen wird. Die übrigen Geldmittel werden aus dem Anstaltenbudget des Landes finanziert. Ein Budgetansatz, der zu einem großen Teil mit Einnahmen aus Privatisierungserlösen gespeist wird. Über die Beteiligung des Bundes kann erst im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen und nach Vorliegen der genauen Kostenschätzung verhandelt werden.
Die Kosten für den laufenden Betrieb werden durch die Vergrößerung des Repertoires und eine notwendige Personalaufstockung um rund 24 Prozent ansteigen. Dieses Budget beläuft sich derzeit auf 294,373 Millionen, wobei vom Land 103,369 Millionen vom Bund 48,525 Millionen und von der Stadt Linz 102,802 Millionen getragen werden (der Rest wird eigenerwirtschaftet). Die Stadt erhält (in etwa) den selben Betrag zum Betrieb der LIVA vom Land Oberösterreich.
In einem Gespräch läßt der derzeitige Intendant Klügl aber durchblicken, dass eine neue Spielstätte auch ein ambitionierteres Programm bedeuten müsse. Ob das ein Wink für zu erwartende weitere Kosten sein kann, ist nicht ganz klar (siehe dazu auch "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich").
Die Hoffnung auf ein bedeutend ambitionierteres Programm kann der Linzer Komponist Peter Androsch, dessen neue Oper "Zeichen im Schnee" im Jänner 2001 im Landestheater uraufgeführt wird, nicht teilen. Auch im neuen Haus werde es hauptsächlich um die Bedienung eines konservativen Publikums gehen (siehe dazu auch das Interview).
Mit den oftmals sehr belustigenden Werbemaßnahmen für das Musiktheater setzt sich Katherine Allram in ihrem launigen Artikel Informationsphase II auseinander.
Der renomierte salzburger Musiktheatermacher Ches W. Themann-Ulrich beschäftigt sich in seinem Artikel mit vier wichtigen Fragen zum Spannungsverhältnis zwischen neuem Musiktheaterschaffen und den vorhandenen räumlichen Vorgaben..
Sexpo 2000 09.08.2000
So billig sicher nicht, Gerfried Stocker!
Festivals, wie die Ars Electronica, leben immer auch von der medialen Öffentlichkeit, die ihnen entgegengebracht wird. Um entsprechende Aufmerksamkeit zu erreichen, ist es nie schlecht, einen kleinen Skandal zu provozieren.
So, oder so ähnlich, dachte wohl auch Ing. Gerfried Stocker, seines Zeichens Künstlerischer Leiter, als er den US-amerikanischen Verhaltensforscher Randy Thornhill zur heurigen Ars einlud.
Thornhill verfasste mit dem Anthropologen Craig Palm das Buch "The Natural History of Rape" (1999). Die Beiden versuchen darin nachzuweisen, dass es Vergewaltigung überall in der Natur gebe, dies habe, so eine Grundthese, mit Macht und Gewalt nichts zu tun. Vielmehr sei es ein Sexualverhalten, das sich im Rahmen der Evolutionstheorie verstehen lasse. Weiters erklären sie, stecke in Männern der evolutionsbiologisch erklärbare Drang zur Fortpflanzung, zur Weitergabe der eigenen Gene, der sie vorantreibe.
Die provokanten Thesen dieses Buches präsentiert Randy Thornhill im Rahmen der Ars 2000. Der "Skandalbringer" darf seine Thesen in einem Vortrag ausbreiten, um für ein bisschen Aufruhr zu sorgen.
Ein durchsichtiges, ein wenig einfältiges, aber im Grund doch harmloses Spiel - so könnte man meinen. Leider verhält es sich aber so, dass Festivals wie die Ars, auch Einfluss darauf haben welche Themen gesellschafftlich als diskussionswürdig anerkannt werden.
Grund genug uns einzumischen..
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